Forschungsprojekt · mFUND
STAFFEL
Abgeschlossenes Forschungsprojekt zur Entwicklung einer KI-gestützten Plattform für speditionsübergreifenden Staffelverkehr, gefördert im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND.
Projektdaten
| Laufzeit | 01.12.2021 – 30.11.2024 | |
|---|---|---|
| Förderkennzeichen | 19FS2019C, später 01FV2027C | |
| Zuwendungsgeber | Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) | ![]() |
| Projektträger | TÜV Rheinland Consulting GmbH, später DLR Projektträger | ![]() ![]() |
| Förderkontext | mFUND | ![]() |
| Ihr Ansprechpartner | Julian Blasig | |
Das Vorhaben 19FS2019C (später 01FV2027C) der MANSIO GmbH wurde über den mFUND gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Das Projekt
Am 08.12.2021 fiel der Startschuss für STAFFEL. Das Forschungsprojekt sollte im Lkw-Güterverkehr Transportzeiten halbieren und Lenkzeitverschwendung reduzieren. Die Projektpartner FIR an der RWTH Aachen, MANSIO GmbH, PEM Motion GmbH sowie das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) entwickelten dazu gemeinsam eine KI-gestützte Internetplattform für den speditionsübergreifenden Staffelverkehr. Sie sollte wesentlich zur effizienten Gestaltung von Lkw-Transport-, Lenk- und Ruhezeiten beitragen. Das Projekt STAFFEL wurde im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND mit insgesamt 1,5 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.
Ausgangssituation
Im Straßengüterverkehr wurden Transporte zur Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten unterbrochen. Diese Unterbrechungen verlängerten nicht nur die Transportzeit. Es wurden außerdem Lkw-Stellplätze belegt, von denen laut BASt bzw. BGL an deutschen Autobahnen rund 35.000 fehlten. Die Stellplatzsuche führte zu CO₂-intensivem Parksuchverkehr, Lenkzeitüberschreitungen und Frustration bei Lkw-Fahrern. Wildparkende Lkw verursachten Unfälle, belästigten Anwohner und begünstigten laut VEDA Ladungsüberfälle mit Schäden in Milliardenhöhe.
Lösungsweg
Es wurden die folgenden Schritte durchgeführt:
- Konzept (Nachhaltigkeit, Geschäftsmodell, Recht, Sicherheit)
- Plattform (Lenkzeitenmarktplatz, KI-Algorithmus, UX/UI)
- Smartes Sicherungssystem (IoT-System zur Trailerübergabe)
- Integration von Verkehrs-, Telematik-, TMS- und IoT-Daten
- Big Data Processing und Bereitstellung veredelter Daten (mCloud)
- Erstellung von Standardisierungsdokumenten (z. B. DIN SPEC, CWA)
- Pilotartige Validierung an einem regionalen Lenkzeitenmarktplatz und einem Langstreckenverkehr
Ergebnis
Die Unterbrechung von Transporten lässt sich vermeiden, indem Trailer am Ende der Lenkzeit durch ein IoT-Schloss gesichert und anschließend ausgeruhten Fahrern übergeben werden. Im Projekt wurde ein sicherer, speditionsübergreifender „Staffelverkehr“ erforscht: Auf einer Internetplattform wurden Langstrecken mithilfe von KI-Algorithmen in Teilstrecken zerlegt, die anschließend über einen Lenkzeiten-Marktplatz zwischen Speditionen und Frachtführern anhand von Echtzeitdaten (z. B. Verkehr, Infrastruktur, IoT, Telematik) vermittelt wurden.


















