Forschungsprojekt · mFUND
DRivE
Abgeschlossenes Forschungsprojekt zur datenbasierten Routenplanung im Straßengüterverkehr mit verschiedenen Energieversorgungstechnologien, gefördert im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND.
Projektdaten
| Laufzeit | 01.05.2023 – 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| Förderkennzeichen | 19FS2054A | |
| Zuwendungsgeber | Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) | ![]() |
| Projektträger | TÜV Rheinland Consulting GmbH | ![]() |
| Förderkontext | mFUND | ![]() |
| Ihr Ansprechpartner | Henrik Schlingmann | |
Das Projekt DRivE (19FS2054A) wurde im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND mit insgesamt rund 2,1 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert.

Das Projekt
Anfang Mai 2023 startete mit einer Pressekonferenz in München das Forschungsprojekt „DRivE – Datenbasierte Routenplanung im Straßengüterverkehr mit verschiedenen Energieversorgungstechnologien“. Ziel des Projektes war, Speditionen den Umstieg auf umweltfreundliche Lkw im Fernverkehr zu erleichtern. Die beteiligten Partner entwickelten und erprobten dazu ein Routenplanungssystem, das auf Echtzeitdaten von Fahrzeugen und Tank-/Ladeinfrastruktur basiert. In Verbindung mit dem auf Trailerübergaben basierenden MANSIO Transportsystem sollten so auch umweltfreundliche Langstreckentransporte mit schweren Lkw ermöglicht werden.
Ausgangssituation
Ein Lkw mit konventionellem Verbrennungsmotor verursacht rund 111 g Treibhausgase pro Tonnenkilometer. Zusammengenommen war der Schwerlastverkehr damit für knapp 8 % der europäischen CO₂-Emissionen verantwortlich. Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, müssen die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 65 % gesenkt werden. Auf den Transportsektor kommt also ein grundlegender Wandel hin zu alternativen Antriebstechnologien zu. Zum Projektstart waren in Deutschland gerade einmal 1,2 % der zugelassenen Lkw mit Wasserstoff-, LNG- oder Elektroantrieben ausgerüstet.
Lösungsweg
Es wurden die folgenden Schritte durchgeführt:
- Analyse und Strukturierung des Markts für alternative Schwerlastantriebe wie Elektro, Wasserstoff und LNG sowie Beschreibung der Anforderungen der Stakeholder
- Entwicklung des Routingalgorithmus unter Berücksichtigung von Ladeinfrastruktur, Fahrzeugparametern, Geländetopologien und Gestaltung einer Nutzungsoberfläche
- Standardisierung und Zertifizierung der Lösung zur Gewährleistung der Datensicherheit und Gestaltung eines Geschäftsmodells unter Einbezug von Nachhaltigkeitsaspekten
- Pilotartige Anwendung der Lösung im Rahmen von Use Cases mit den verschiedenen Antriebskonzepten
Ergebnis
Eine Routenplanung für Nutzfahrzeuge mit alternativen Antrieben unter Einbeziehung von Echtzeitdaten zu verfügbarer Lade- und Tankinfrastruktur und zum Fahrzeugzustand erhöht die Planungssicherheit für Transportunternehmen. Im Projekt wurde diese datenbasierte Routenplanung technologieoffen konzipiert und pilotartig umgesetzt. Die Barrieren für Transportunternehmen zur Investition in umweltfreundliche Antriebstechnologien bei Nutzfahrzeugen wurden dadurch reduziert. Transportunternehmen können auch im Fernverkehr Fahrzeuge mit alternativer Energieversorgung (z. B. Batterien, Wasserstoff, LNG) nutzen, ohne logistische Nachteile wie Umwege oder Wartezeiten in Kauf nehmen zu müssen. Damit wurde ein wichtiger Grundstein für die Beschleunigung der Mobilitätswende im Fernverkehr gelegt.






























